Die kollektiven Mächte im Arbeitsleben
Die Abhandlungen in diesem Heft sind die schriftlichen Fassungen der Vorträge, die auf der Tagung „Die kollektiven Mächte im Arbeitsleben“ am 4./5. Dezember 2025 an der Universität Salzburg gehalten wurden. Der Titel referenziert auf eine gleichnamige Tagung, die bereits im Jahr 1963 in Salzburg stattgefunden hat (Floretta/Strasser, Die kollektiven Mächte im Arbeitsleben, 1963). Damals wie heute steht die Rolle der Sozialpartner als Gestalter von Arbeitsbedingungen im Mittelpunkt. Das Thema ist nach wie vor aktuell, obwohl sich die Rechtsgrundlagen und auch die Wirtschaft sowie die Arbeitswelt verändert haben. Der KollV ist weiterhin zentrales Gestaltungselement des Arbeitslebens, auch wenn er zunehmend unter Druck steht. Ausgehend von einem aktuellen Beschluss des deutschen Bundesverfassungsgerichts (Beschluss vom 11.12.2024, 1 BvR 1109/21, 1 BvR 1422/23) wurde die Intensität der Bindung des Kollektivvertrags/Tarifvertrags an verfassungs- und unionsrechtliche Vorgaben in Österreich und Deutschland in ihren unterschiedlichen Facetten diskutiert. Es zeigen sich einige Unterschiede, aber auch bemerkenswerte Gemeinsamkeiten, im Rechtsvergleich. Den Autor:innen danken wir sehr, dass sie uns die Beiträge zur Verfügung gestellt und pünktlich geliefert haben.