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Neue Bücher

Keth/Köster/Kolbe/OberfellFacetten prekarisierter Arbeit – Zwischen Teilhabe und sozialer Ausschließung

Fachhochschulverlag/Schulz-Kirchner Verlag, Idstein 2025, 116 Seiten, kartoniert, € 24,-

Hinter vorliegendem Werk steht ein Autor:innenteam, das sich aus Sozialarbeiterinnen und einem Soziologen zusammensetzt, Personen also, die sich täglich mit den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Schichten beschäftigen und somit auch mit den sozial Schwächsten.

Die ersten sechs der insgesamt sieben Kapitel behandeln ausgewählte Themen, bei denen die Autor:innen einen Zusammenhang zwischen sozialer Benachteiligung in unterschiedlichsten Fällen und den damit einhergehenden Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt herstellen. Frauen, Jugendliche, Menschen mit Behinderung, wohnungslose Menschen, Migrant:innen und gesundheitlich Angeschlagene. Diese ausgewählten Gruppen kämpfen mit gesellschaftlichen Nachteilen, die sich auch auf ihre Teilhabe am Arbeitsmarkt auswirken.

So wird im ersten Kapitel der Zusammenhang zwischen sogenannten Minijobs und den damit verbundenen Schwierigkeiten, den Weg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu finden, erläutert. Wie in jedem Kapitel bauen die von den Autor:innen aufgestellten Thesen auf aktuellen wissenschaftlichen Studien auf. Die abgebildeten Statistiken sorgen für ein umfassenderes Verständnis der Zahlen und Fakten.

Erwähnt sei auch das Thema „Arbeits- und Leistungsdruck“ und die damit verbundenen gesundheitlichen Auswirkungen. Gerade in diesem Kapitel beziehen sich die Autor:innen auf gleich mehrere aktuelle Studien, was aufgrund der immer präsenter werdenden psychischen Gesundheit auf jeden Fall gerechtfertigt ist.

Am Ende jedes Kapitels wird ein Verzeichnis jener Quellen angehängt, worauf sich der Abschnitt bezieht, was dem Leser eine tiefergehende wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema ermöglicht.

Wie in der Einleitung zum Buch klargestellt, ist es nicht dessen Anspruch, abschließende Antworten auf die aufgeworfenen Fragen zu geben. Es geht vielmehr darum, Akzente zu setzen, die als Ansatzpunkte für weitere Reflexionen dienen sollen. Die Auswahl der gesellschaftlichen Gruppen ist keineswegs zwingend, überzeugt aber aufgrund ihrer Aktualität.

Abschließend ist das Buch all jenen zu empfehlen, die den Gründen sozialer Ausschließung nachgehen wollen und nach einer faktenorientierten Bearbeitung dieses Themas suchen.

TOBIAS HAUER