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Nollert-Borasio/Dickerhof-Borello/WenckebachAllgemeines Gleichbehandlungsgesetz – Basiskommentar zum AGG unter Berücksichtigung des EntgTranspG

6. Auflage, Bund-Verlag, Frankfurt am Main 2025, 440 Seiten, kartoniert, € 44,-

Im Vorwort des nunmehr bereits in sechster Auflage erschienenen Werkes machen die Autorinnen unter Verweis auf empirische Untersuchungen und Rsp deutlich, dass Diskriminierung weiterhin ein virulentes Thema in der Gesellschaft ist. Der Schutz vor Diskriminierung ist gerade im arbeitsrechtlichen Kontext von besonderer Bedeutung.

Mit dem gegenständlichen Basiskommentar widmen sich die Autorinnen dem hierfür in Deutschland maßgeblichen Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) unter Berücksichtigung der aktuellen Rsp von EuGH, BVerfG, BAG und der Landesarbeitsgerichte. In die Ausführungen miteingebunden sind auch jeweils Bezüge zum Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG), das die Gleichbehandlung bei der Bezahlung von Männern und Frauen regelt. Diesbezüglich wird von den Autorinnen bereits eine Neukommentierung aufgrund der Umsetzung unionsrechtlicher Bestimmungen in Aussicht gestellt – konkret geht es hier wohl insb um die noch umzusetzende Entgelttransparenzrichtlinie.

Der Basiskommentar richtet sich insb an Praktiker:innen, Betriebsrät:innen, Personalsachbearbeitende und Betroffene. Dieser Fokus zeigt sich vor allem durch die prägnante Darstellung der jeweiligen Paragrafen, praxisnahe Beispiele sowie eine Muster-BV zur Förderung von Gleichbehandlung und zum Schutz vor Diskriminierung. Die Ausführungen werden durch einen Fußnotenapparat sowie ein Literatur- und Stichwortverzeichnis ergänzt, die das Nachschlagen und eine weitere Recherche erleichtern.

Im Ergebnis wird das gegenständliche Werk damit seiner Zielgruppe gerecht und bietet einen praxisnahen Überblick über das deutsche Gleichbehandlungsrecht. Auch aus österreichischer Sicht kann der Kommentar empfohlen werden, sei es, um einen Überblick über die deutsche Rechtslage zu gewinnen oder um die Umsetzung in Deutschland bei Auslegungsfragen der europäischen Rechtsgrundlagen miteinzubeziehen.

ELISABETH BARTMANN